Apple CEO Tim Cook hält Plädoyer für Datenschutz

Der CEO von Apple, Tim Cook, hielt in Brüssel eine Rede mit dem Titel „Über Ethik: Würde und Respekt im datengetriebenen Leben“. Diese Rede war absolut beachtenswert, sprach hier doch eine der in diesem Wirtschaftsbereich wichtigsten Personen aus, was üblicherweise wenig beachtet oder gar negiert wird: Dass nämlich von Algorithmen ganz konkrete Gefahren ausgehen. Auch wenn die einzelnen Informationen zu unseren Likes, Dislikes, zu unserem Träumen, Ängsten über unsere sozialen Kontakte und Neigungen grundsätzlich eher harmlose Daten sind, so werden diese doch von Unternehmen der Branche gesammelt, gespeichert, ausgewertet und verkauft, so Cook. Und anschließend „mit militärischer Effizienz“ als Waffe missbraucht. Natürlich greift der CEO damit die Konkurrenten von Google und Facebook an, das ist nicht zu übersehen. Da Apple seinen Gewinn durch den Verkauf von Hardware einfährt, kann er sich diesen Angriff auch leisten. Für Cook ist Datenschutz eines der wichtigsten Themen des 21. Jahrhunderts und Apple trägt aktiv stark zum Schutz personenbezogener Daten bei. Zum Beispiel durch eine on-device orientierte Datenverarbeitung: Im Gegensatz zu der Konkurrenz werden die Daten bei Apple wann immer möglich direkt auf dem Endgerät verarbeitet, nicht auf Apple Servern. Cook hat ganz offensichtlich das Vermarktungspotential des Datenschutzes erkannt und will es nutzen. Das kann uns allen nur nützen!