Bürgeramt Bochum nutzt Alexa

Im Bürgerbüro der Stadt Bochum – und nicht nur dort – steht seit einiger Zeit ein Amazon Echo Dot, also ein Lautsprecher mit Mikrofon und Alexa-Funktionalität, damit die einfacheren Fragen der Bürger von Alexa beantwortet und so die Mitarbeiter entlastet werden. Wieder mal ein typischer Fall von „was wir zu Hause nutzen kann doch dienstlich nicht verkehrt sein“. Das stimmt so aber natürlich nicht: Ist die Verwendung von Alexa schon im privaten Bereich durchaus grenzwertig (schließlich zeichnet das System auch von Personen auf, die als „Beifang“ kein Alexa-Kunde sind und somit nicht eingewilligt haben können), so stellt sich das im öffentlichen Bereich deutlich brisanter dar, schließlich gilt die Stimme, da sie zur Identifikation der betroffenen Person dienen kann, als biometrisches Datum und damit als Datum einer besonderen Kategorie und bedarf somit einer Einwilligung. Auch den Informationspflichten zu genügen wird in einem solchen Umfeld schwer sein. Dass man außerdem keinen Einfluss auf die Verarbeitung durch Amazon hat, hat der Skandal um Weihnachten deutlich gezeigt. Auch hier gilt: Nicht alles was hip und praktisch ist, ist auch erlaubt…