Datenpanne bei Amazon

Im Rahmen einer Datenanfrage nach DSGVO unterlief Amazon der Fehler, dem Anfragenden mit einem ZIP-File nicht nur seine personenbezogenen Daten zur Verfügung zu stellen, sondern auch 1700 WAV-Dateien eines anderen Amazon Kunden, also Alexa Mitschnitte. Diese stammten deutlich hörbar aus der Intimsphäre dieses Nutzers, aus Wohnzimmer, Schlafzimmer und Bad. Das zeigt vor allem zwei Dinge: Erstens empfiehlt es sich, bei der Beantwortung von Anfragen sehr gründlich vorzugehen, denn insbesondere beim Zusammentragen von Daten kann es durchaus geschehen, dass eigentlich gute getrennte personenbezogene Daten, weil sie nun in einen „Melde-Topf” geworfen werden müssen, mit solchen vermengt werden, die in diesen Topf nicht hineingehören. Und Zweitens zeigt sich deutlich, dass Amazon Alexa Daten sehr wohl speichert und auch personenbezogen speichert. Und wenn die Daten sehr zahlreich sind, wie im vorliegenden Fall, dann ist es alleine anhand dieser Daten möglich, die eigentlich betroffene Person zu ermitteln, wie im vorliegenden Fall auch geschehen: Die Zeitschrift c´t konnte den geschädigten Nutzer allein anhand der Inhalte der Alexa Dateien finden und ihn mit dem Sachverhalt konfrontieren. Es erwischte ihn kalt, denn eine Mitteilung von Amazon war nicht erfolgt, obwohl man dort zu diesem Zeitpunkt längst von dem Fehler wusste.