Die Sorgen der DS-GVO, Teil 2: Die Wirtschaft

Mit Verordnungen ist es so eine Sache. Tatsächlich entstehen diese ursächlich aus dem Wunsch heraus, einen bestimmten Zweck zu erfüllen. Die Erfüllung dieses Zwecks hat man irgendwann einmal als derart notwendig empfunden, dass hierfür eine Verordnung, manchmal auch eine Norm, ein Gesetz, eine Richtlinie aus der Taufe gehoben wurde. Die Verordnung ist also lediglich ein Hilfskonstrukt, ohne eigene Wichtigkeit, Mittel zum Zweck. Dann kommt die Wirtschaft und erkennt, wie man durch die aufgrund der neuen Verordnung entstandenen Notwendigkeiten Geld generieren kann. Und gebiert in ihren PR Abteilungen alle möglichen Produkte, die angeblich genau diese Notwendigkeiten befriedigen sollen, besser als die der Konkurrenz natürlich und derart allumfassend, dass man sich um die eigentliche Verordnung keinerlei Gedanken mehr machen muss. Völlig unter den Tisch fällt dabei in der Regel das eigentlich zu erreichende Ziel, es werden nur noch Einzelbedürfnisse punktuell befriedigt, jedes Einzelne ungeeignet, das eigentliche Ziel zu erreichen, jedoch gut genug für einen PR-Coup. Es wird an allen möglichen Stellen Geld für DS-GVO-konforme Produkte ausgegeben ohne auch nur die kleinste Idee, welches Ziel damit eigentlich erreicht werden sollte. So wird das nichts.