Die Sorgen der DS-GVO, Teil 3: Die Prüfer

Wie bereits festgestellt, siehe den vorherigen Eintrag, ist auch die DS-GVO lediglich ein Mittel zum Zweck. Die Gefahr der Zweckentfremdung droht jedoch nicht nur aus der Wirtschaft, sondern auch durch die Datenschützer, die es eigentlich besser wissen sollten. Auch diese – und natürlich diejenigen, die später einmal prüfen – dürfen sich nicht dazu hinreißen lassen, die Erfüllung gefühlter, sich aus dem Gesetz ergebender Notwendigkeiten als reinen Selbstzweck zu betreiben. Jede Maßnahme, die auf Basis der Verordnung veranlasst wird, ist nur dann auch eine gute Maßnahme, wenn sie den eigentlichen Zweck der Verordnung befördert. Und das bedeutet: Kniehohe Papierstapel zu erzeugen, die auf dem bekanntlich ja sehr geduldigen Material in blumiger Sprache darlegen, wie man es gerne hätte, sind das Papier, aus dem sie bestehen nicht wert, wenn sie sich nicht in der Realität spiegeln und dort zu einer verbesserten Zielerreichung führen. Der Prüfstein für alles Handeln ist daher niemals ein Zertifikat oder eine Bescheinigung, sondern der Grad in dem ein Handeln oder eine Prozessgestaltung oder eine zum Einsatz kommende Technik das Erreichen des ursprünglichen Ziels befördert.