Fitbit kompromittiert Militärbasen in Afghanistan und Syrien

Es war nun eigentlich schon länger klar, dass die Datenübertragung von Fitness-Apps größere Risiken birgt als sie Nutzen bringt und daher einer äußerst kritischen Betrachtung bedarf. Wie unterschiedlich und schlecht vorherzusehen die Auswirkungen sein können, zeigt ein neuer Fall: Offensichtlich nutzen deutsche Soldaten in Krisengebieten die Fitness App Fitbit ausgiebig, mit der Folge, dass ein Auslesen dieser Daten nicht nur die Lage der (eigentlich geheimen) Camps in denen gejoggt wird verrät, sondern außerdem das Erstellen einer regelrechten Wegekarte, sowie einer Aktivitätsmap der Lager ermöglicht. Dass die Militärs diese Gefahr überhaupt nicht auf dem Schirm haben zeigt sich daran, dass das Pentagon Fitbit-Geräte an die Soldaten verteilt und die Bundeswehr den Soldaten vom Gebrauch von Facebook und Instagram lediglich „abrät“. Eine weitere Stelle an der überdeutlich klar wird, dass die öffentliche Hand, egal in welcher Ausprägung, immer noch keinerlei intuitives Gefühl für die von digitalen Daten erzeugten Möglichkeiten und die daraus erwachsenden Gefahren hat.