Telefonische Kaltakquise im Licht von DS-GVO und UWG

Im Rahmen der telefonischen Kaltakquise hört man letzter Zeit häufig die Meinung, eine solche Kaltakquise sei grundsätzlich verboten. Das ist jedoch mitnichten der Fall. Ganz im Gegenteil kann eine Akquise auch im Rahmen der DS-GVO stattfinden, als Erlaubnistatbestand hält Art. 6 Abs. 1 lit f, das „berechtigte Interesse“ her. Das ein berechtigtes Interesse vorliegt, ergibt sich aus dem Erwägungsgrund 47 DS-GVO, der die Verarbeitung personenbezogener Daten für die Direktwerbung als berechtigtes Interesse nennt. Datenschutzrechtlich stellt sich hier also kein Problem, die Schwierigkeiten treten erst im UWG auf. Hier wird bei der telefonischen Akquise zwischen dem B2B und dem B2C Bereich unterschieden: Während im B2C Bereich eine Einwilligung notwendig ist, reicht im B2B Bereich auch eine mutmaßliche Einwilligung aus. Telefonische Akquise ist also weiterhin möglich, wenn die Regeln eingehalten werden. Von einem generellen Verbot kann keine Rede sein. Bedenken Sie jedoch, dass Sie aufgrund der DS-GVO über die Verarbeitung der Daten informieren müssen…