Transparenzpflichten aus der DS-GVO können problematisch sein

Wie sich in der Zwischenzeit mehr oder weniger allgemein herumgesprochen hat, stellt die DS-GVO die eine oder andere Anforderung an den verantwortlichen Datenverarbeiter, die es zu erfüllen gilt. So muss er beispielsweise bereits bei der Datenerhebung recht umfassend für Transparenz sorgen. Die Art der Daten, deren Verwendungszweck, der Rechtsgrund dafür (mit genauerer Erklärung falls es sich dabei um das „berechtigte Interesse“ handelt), die Frage ob mit der Verarbeitung ein Profiling oder eine automatisierte Einzelentscheidung verbunden ist, ob die Daten übertragen werden oder nicht und wenn ja wohin, die Kontaktdaten des DSB und eine Aufzählung aller Rechte, die sich für die betroffene Person aus der Datenverarbeitung ergeben müssen bereits zum Zeitpunkt der Erhebung kommuniziert werden. Während das bei schriftlichen Vorgängen ja noch angehen mag – auch wenn selbst das schnell so umfangreich wird, dass es kaum jemand wird wahrnehmen wollen – ist es mündlich kaum noch vorstellbar. Überlegen Sie doch mal: Sie möchten zum Beispiel in einem Restaurant einen Tisch reservieren. Dafür benötigt man dort Ihren Namen, vielleicht auch Ihre Telefonnummer. Betreibt also eine Datenverarbeitung. Und muss daher bei der Erhebung Transparenz herstellen wie oben beschrieben. Gleiches gilt für die Frage nach einem Termin beim Arzt oder in der Autowerkstatt oder jedem vergleichbaren Vorgang. Das macht ein wenig den Eindruck, als wolle man im Sinne des Datenschutzes die verbale Kommunikation gleich ganz abschaffen. Regelungen mit Augenmaß sind daher unbedingte Pflicht, sonst ist es durchaus möglich, dass das absurd werden könnte… – Und das wäre ganz und gar nicht im Sinn der Sache!